Psychotherapeutische Sitzung: Verhaltensaktivierung bei Trauer und Verlust
Sitzungslänge
30 Minuten
Ziel der Sitzung
Die Sitzung zielt darauf ab, die Trauer und den Verlust des Patienten zu thematisieren, Strategien zur Bewältigung zu erarbeiten und ein aktiveres Verhalten zu fördern, um das Vermeidungsverhalten einzuschränken.
Stimmung des Patienten
Der Patient befindet sich in einem Zustand von Stress, was möglicherweise durch Gefühle von Trauer und Verlust verstärkt wird. Es wird eine neutral oder indifferent Haltung gegenüber der Therapie und den vorgeschlagenen Veränderungen beobachtet.
Agenda der Sitzung
1. Einführung (5 Minuten)
- Begrüßung und kurze persönliche Check-In-Runde.
- Erklären des Sitzungsthemas: Umgang mit Trauer und Verlust durch Verhaltensaktivierung.
2. Verständnis der Situation (10 Minuten)
- Offene Fragen stellen:
- „Was bedeutet Trauer für Sie?“
- „Wie erleben Sie den Verlust in Ihrem Alltag?“
- Reflexion:
- Den Patienten ermutigen, über seine Gefühle zu sprechen, um ein Gefühl der Validierung zu schaffen.
- Es wird darauf geachtet, dass der Patient durchgehend die Gelegenheit hat, seine Gedanken auszudrücken.
3. Verhaltensaktivierung einführen (7 Minuten)
- Was ist Verhaltensaktivierung?
- Kurz erklären, dass es darum geht, freudige und bedeutungsvolle Aktivitäten in den Alltag zu integrieren.
- Ziele der Verhaltensaktivierung:
- Reduzierung von Vermeidungsverhalten.
- Verbesserung der Stimmung durch aktive Teilnahme am Leben.
4. Ablenkungstechniken anwenden (5 Minuten)
- Ideen zur Ablenkung:
- Vorschlagen konkreter Aktivitäten, die der Patient ausprobieren könnte, z.B.:
- Spaziergänge in der Natur.
- Kreatives Schreiben oder Malen.
- Teilnahme an einem Kurs oder einer Gruppe.
- Achtsamkeitsübungen:
- Vorstellung von kurzen Achtsamkeitsübungen, um den Geist zu entspannen und den gegenwärtigen Moment zu genießen.
5. Abschluss und Hausaufgabe (3 Minuten)
- Zusammenfassung der Sitzung:
- Recap der besprochenen Themen und Techniken.
- Hausaufgabe:
- Der Patient soll in der kommenden Woche mindestens zwei Aktivitäten ausprobieren, die er als sinnvoll empfindet.
- Journal führen über seine Erfahrungen und Gefühle während dieser Aktivitäten.
Mentalitäten ansprechen
- Gedanken herausfordern:
- „Ich werde mich immer so fühlen“: Arbeiten Sie auf alternative Gedanken hin, die darauf abzielen, einen Veränderungsprozess in Gang zu setzen.
- „Es ist normal, traurig zu sein, aber das bedeutet nicht, dass es immer so bleibt.“
Erforderliche Verhaltensänderung
- Vermeidungsverhalten einschränken:
- Den Patienten ermutigen, schrittweise aus seiner Komfortzone herauszutreten.
- Konkrete Schritte erarbeiten, um Vermeidungsverhalten zu reduzieren.
Schlussfolgerung
Diese Sitzung soll dem Patienten helfen, sich seiner Trauer bewusst zu werden und Wege zu finden, sich aktiv mit seinen Gefühlen auseinanderzusetzen. Durch die Anwendung von Verhaltensaktivierung und Ablenkungstechniken wird angestrebt, die allgemeine Stimmung des Patienten zu verbessern und den Kreislauf der Trauer zu durchbrechen.