Psychotherapeutische Sitzung: Kognitive Verhaltenstherapie bei Depression
Einleitung (5 Minuten)
- Begrüßung und kurze Vorstellung des Gesprächsverlaufs.
- Schaffung eines sicheren und unterstützenden Raums für den Patienten.
- Erklärung des Ziels der Sitzung: Wir werden uns heute auf das Verständnis von Gedanken und Gefühlen konzentrieren, die zur aktuellen Stimmung beitragen.
Eingangsgespräch (10 Minuten)
- Offene Fragen zum aktuellen Befinden des Patienten in Bezug auf die Depression:
- „Wie haben Sie sich in den letzten Tagen gefühlt?“
- „Gab es besondere Momente, die Ihre Stimmung beeinflusst haben?“
- Aktives Zuhören und Empathie zeigen, um Vertrauen aufzubauen.
Kognitive Umstrukturierung (20 Minuten)
Identifikation von negativen Gedanken
- Ermutigung des Patienten, spezifische negative Gedanken zu benennen:
- „Gibt es bestimmte Gedanken, die Ihnen häufig durch den Kopf gehen?“
- Notierung dieser Gedanken auf einem Flipchart oder digital, um sie sichtbar zu machen.
Herausforderung dieser Gedanken
- Einführung des Konzepts der kognitiven Verzerrungen (z.B. Schwarz-Weiß-Denken, Katastrophisieren).
- Fragen zur Hinterfragung der negativen Gedanken:
- „Was würde ein guter Freund sagen, wenn er Ihre Gedanken hört?“
- „Gibt es Beweise, die diese Gedanken unterstützen oder widerlegen?“
Entwicklung positiver Alternativen
- Unterstützung des Patienten bei der Formulierung positiver oder neutraler Gedanken.
- Aufzeigen, wie diese Gedanken die Stimmung beeinflussen können.
Verhaltensexperimente (15 Minuten)
- Erklärung, was Verhaltensexperimente sind und wie sie in der Therapie eingesetzt werden.
- Gemeinsame Planung eines kleinen Verhaltensexperiments für die nächste Woche:
- „Was könnten Sie als kleines Experiment unternehmen, um Ihre negativen Gedanken zu überprüfen?“
- Brainstorming von möglichen Aktivitäten, die einfach umzusetzen sind (z.B. Spaziergang, Kontakt zu Freunden).
Abschluss und Reflexion (10 Minuten)
- Zusammenfassung der besprochenen Themen:
- Rückblick auf die identifizierten negativen Gedanken und die erarbeiteten Gegenargumente.
- Besprechung des geplanten Verhaltensexperiments.
- Einladung zur Reflexion:
- „Wie fühlen Sie sich jetzt im Vergleich zu Beginn unserer Sitzung?“
- „Gibt es weitere Gedanken oder Fragen, die Sie besprechen möchten?“
Verabschiedung (5 Minuten)
- Positive Bestärkung des Engagements des Patienten.
- Kurze Vorschau auf die nächste Sitzung, eventuell mit einem Fokus auf die Ergebnisse des Verhaltensexperiments.
- Verabschiedung und Unterstützung anbieten, falls der Patient in den nächsten Tagen Unterstützung benötigt.
Diese Sitzung kann dabei helfen, dem Patienten Werkzeuge an die Hand zu geben, um mit seiner depressiven Stimmung umzugehen und einen positiveren Blick auf seine Gedanken und Gefühle zu entwickeln.